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Der letzte Häuptling

Eine Reportage über selbstbewusste Sioux, die
die Spuren ihrer Vorfahren neu entdecken.

„Sie mögen uns getötet haben, aber unsere Art zu leben wird niemals sterben" sagt Leonard Little Finger. Er ist Nachfahre des Sioux-Häuptlings Big Foot, der als letzter Häuptling während der 'Indianer-Kriege' getötet wurde. In der Prärie von South Dakota trifft Little Finger zufällig auf Dirk Rohrbach und Peter Hinz-Rosin und bittet sie, ihn auf einer abenteuerlichen Reise in die Vergangenheit zu begleiten. Für die beiden Fotojournalisten wird es die spannende Begegnung mit einem stolzen Volk auf der Suche nach seinen Wurzeln.

Die Reise beginnt am Wounded Knee, wo im Dezember 1890 rund 300 indianische Männer, Frauen und Kinder von der weißen Armee grausam massakriert wurden. Bis heute gilt dieses Gemetzel offiziell als das Ende der Indianer-Kriege. Jedes Jahr im Dezember erinnern die Sioux mit einem Gedenkritt durch die eisige Prärie an die Opfer des Massakers, bei Temperaturen von bis zu - 50 Grad. 'Der Letzte Häuptling' folgt diesen Reitern und spannt damit einen Bogen von den historischen Ereignissen 1890 bis in die Gegenwart, in der die einst große Büffelnation unter erbärmlichen Bedingungen in kargen Reservaten haust. Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Ausweglosigkeit prägen den Alltag. Zustände vergleichbar mit einem Land der Dritten Welt, inmitten der USA.

Dirk Rohrbach und Peter Hinz-Rosin berichten aber auch von den Hoffnungen, vom ungebrochenen Stolz der Sioux. Und so ist 'Der Letzte Häuptling' weit mehr als die ergreifende Dokumentation des Überlebenskampfes eines Volkes. Es ist eine poetische Hommage an die Bedeutung von Traditionen, die lebendig zeigt, wie wichtig es ist, sich seiner Herkunft zu erinnern.

Viele Zuschauer sprechen anschließend vom 'Film', den sie gesehen haben. Wie im Kino entführt diese außergewöhnliche Inszenierung in eine eigene Gefühlswelt.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Ein außergewöhnliches Multi-Media-Erlebnis, dessen Bilder und Klänge den Gedanken in die Träume folgten."

Der gleichnamige Reportage-Bildband ist bei Weltsichten erschienen und auch als Hörbuch erhältlich.

Bei der Premiere 2003 in Frankfurt wurden Dirk Rohrbach und Peter Hinz-Rosin für den Verein Tatanka Oyate und ihr soziales Engagement mit dem Weitsicht-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet